Bauchspeichel­drüsenzysten

Bauchspeicheldrüsenzysten – was verbirgt sich dahinter?

Bauchspeicheldrüsenzysten sind flüssigkeits­gefüllte Räume im Pankreas.
Viele von ihnen sind harmlos und verursachen keine Symptome.

Einige Zystenarten (z. B. IPMN, MCN) können jedoch Vorstufen von bösartigen Tumoren darstellen, weshalb eine genaue Klassifizierung wichtig ist.
Zystische Veränderungen werden oft zufällig entdeckt, beispielsweise bei Ultraschall, CT oder MRT aus anderen Gründen. Die genaue Diagnose erfolgt mit MRT/MRCP und Endosonografie (EUS); bei Bedarf mit Feinnadelpunktion. So können harmlose Befunde, die regelmäßig überwacht werden, von Zysten mit erhöhtem Risiko unterschieden werden, bei denen eine Operation sinnvoll sein kann.

Folgende Warnzeichen für Zysten mit erhöhtem Risiko sind:

  • Schmerzen im Oberbauch, oft gürtelförmig und in den Rücken ausstrahlend
  • Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Völlegefühl oder Erbrechen
  • Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), oft begleitet von Juckreiz
  • Dunkler Urin und heller, entfärbter Stuhl
  • Neu aufgetretener Diabetes oder plötzlich verschlechterte Blutzuckerwerte


Ich bespreche mit Ihnen auf Basis der erhobenen Befunde die passende Behandlung – von Verlaufskontrollen bis zur operativen Entfernung der Zysten.

Echte Zysten und Pseudozysten – wo liegt der Unterschied?

Nicht jede Pankreaszyste ist gleich. Man unterscheidet zwischen Pseudozysten und echten Zysten:

  • Pseudozysten sind nicht von einer Zellwand, sondern lediglich von einer Bindegewebshülle umgeben. Sie entstehen meist nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und sind ungefährlich.
  • Echte Zysten oder zystische Neoplasien entstehen durch Zellwachstum im Gewebe. Selten können zystischen Neoplasien aber entarten und sich zu einem Pankreaskarzinom entwickeln.

Eine eindeutige Diagnose und detaillierte Beurteilung sind wichtig, da die Behandlung von Pankreaszysten wesentlich davon abhängt, um welche Art von Zyste es sich handelt und ob Warnzeichen für eine Entartung vorliegen.

Dr. Schindl sitzt auf einem grauen Sessel und blickt freundlich in die Kamera.

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Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
Mittwoch von 15:30 bis 20:00 Uhr nach Voranmeldung
Weitere Termine nach Vereinbarung.

Diagnostik von Bauchspeichel­drüsenzysten

Häufig werden Pankreaszysten durch Zufall im Ultraschall, CT oder MRT entdeckt.
Für eine eindeutige Unterscheidung und Beurteilung der Gefährlichkeit sind folgende Untersuchungen geeignet:

Bildgebende Verfahren

  • Magnetresonanztomographie (MRT / MRCP): liefert hochauflösende Bilder vom Bauchspeicheldrüsengewebe und Gangsystem einschließlich etwaiger Zysten. Wichtig zur Erkennung von Warnzeichen.
  • Endosonografie (EUS): kombiniert Endoskopie mit Ultraschall und erlaubt eine besonders genaue Darstellung der Zysten sowie Entnahme von Zystenflüssigkeit durch Feinnadelpunktion

Blutuntersuchungen

Ergänzend wird eine Blutuntersuchung zur Bestimmung von Pankreasenzymen und Tumormarker (CA 19-9) durchgeführt

Bauchspeichel­drüsenzysten einfach erklärt

Ordination Univ. Prof. Dr. Martin Schindl – Pankreaszysten

Sind Bauchspeicheldrüsenzysten gefährlich?

Die Mehrheit der Pankreaszysten sind harmlos und bergen ein geringes Risiko einer Entartung.
Bestimmte zystische Neoplasien (IPMN und MCN), insbesondere wenn sie den Hauptgang der Bauchspeicheldrüse betreffen oder kombiniert in Haupt- und Seitengängen vorkommen, haben ein erhöhtes Entartungsrisiko.

Darum gilt: Jede Zyste sollte sorgfältig untersucht werden. Nur so lässt sich entscheiden, ob eine Verlaufskontrolle ausreichend ist oder eine Operation notwendig wird. Einige Zystenarten (z. B. IPMN, MCN) erfordern engmaschige Kontrollen bzw. die chirurgische Entfernung.

Dr. Schindl sitzt auf einem grauen Sessel und blickt freundlich in die Kamera.

Ihr Spezialist für Bauchspeicheldrüsenzysten in Wien

Als Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie mit Spezialisierung auf Bauchspeicheldrüse biete ich umfassende Diagnostik, individuell abgestimmte Therapien und persönliche Betreuung – von der Abklärung bis zur Nachsorge.

Risiko der Krebsentstehung

Einige Zystenarten wie intraduktal papillär muzinöse Neoplasien (IPMN) oder muzinös zystische Neoplasien (MCN) haben ein erhöhtes Risiko der Entartung. Liegen Warnzeichen wie Wachstum der Zyste, solide Anteile oder Erweiterung des Bauchspeicheldrüsenganges vor, ist eine chirurgische Entfernung erforderlich.

Behandlungs­möglichkeiten bei Bauchspeichel­drüsenzysten

Die Wahl der passenden Behandlung hängt von der Diagnose und Einschätzung des Entartungsrisikos ab.
Anhand bildgebender Untersuchungen (MRT/MRCP) und Blutlabor, eventuell ergänzt durch Computertomographie (CT) und Endosonographie (EUS) wird entschieden, ob eine regelmäßige Kontrolle ausreichend ist oder eine Operation notwendig wird

Verlaufsbeobachtung

Kleine, unauffällige Zysten müssen nicht operiert werden. Wichtig ist jedoch eine regelmäßige Kontrolle durch Bildgebung, um mögliche Warnzeichen rechtzeitig festzustellen.

Chirurgische Entfernung

Bestimmte Zystenarten (schleimbildende Zysten), insbesondere jene mit Warnzeichen, sollten operativ entfernt werden. Dieses Behandlungskonzept hat zum Ziel, Bauchspeicheldrüsenkrebs gar nicht erst entstehen zu lassen oder in einem frühen Stadium vollständig zu heilen.

Operationsmethoden

Abhängig von der Lokalisation der Zyste(n) und Ausdehnung in der Bauchspeicheldrüse wird die Operation entweder minimal-invasiv (Laparoskopie oder Roboter) oder offen durchgeführt.

Dank moderner Operationsmethoden verläuft der Eingriff schonend und die Heilung rasch

Wenn bei Ihnen Bauchspeicheldrüsenzysten festgestellt wurden, berate ich Sie gerne über weiterführende Untersuchungen und die passende Behandlung bzw. Intervalle von Verlaufskontrollen.

Ihr Spezialist für Bauchspeicheldrüsenzysten in Wien

Als Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie mit Spezialisierung auf Bauchspeicheldrüse biete ich umfassende Diagnostik, individuell abgestimmte Behandlung und persönliche Betreuung – von der Abklärung bis zur Nachsorge.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine Zyste der Bauchspeicheldrüse gefährlich?

Viele Zysten sind harmlos, manche stellen jedoch Krebsvorstufen dar. Eine genaue Abklärung und korrekte Diagnose sind erforderlich.

In meinem Blutbefund sind die Bauchspeicheldrüsenwerte erhöht. Was hat das zu bedeuten?

Das weist auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hin, die verschiedene Ursachen haben kann. Auch in diesem Fall ist eine genaue Abklärung erforderlich.

Wann ist eine Operation an der Bauchspeicheldrüse notwendig?

Bei bösartigen Tumoren, bei Zysten mit Warnzeichen und bei manchen Gewebeveränderungen mit unsicherem Verhalten.

Kann man mit der Hälfte des Organs oder gar keiner Bauchspeicheldrüse leben?

Ja, allerdings müssen dann die Verdauungsfunktion und Blutzuckerregulation unterstützt oder zur Gänze ersetzt werden. Dies geschieht durch die Einnahme von Verdauungsenzymen in Kapselform mit den Mahlzeiten und die Verabreichung von Insulin.