Darmkrebs

Darmkrebs – ein Überblick

Als Darmkrebs bezeichnet man bösartige Tumoren des Mastdarms, Dick- und Dünndarms. Dabei sind Tumoren des Mastdarms (Rektumkarzinom) und des Dickdarms (Kolonkarzinom) wesentlich häufiger als Karzinome des Dünndarms (Jejunum- und Ileumkarzinome). 

Die Heilungschancen sind umso größer, je früher die Erkrankung entdeckt wird und komplett entfernt werden kann. Die meisten kolorektalen Karzinome entstehen über mehrere Jahre aus gutartigen Vorstufen, sogenannten neoplastischen Polypen, in einer „Adenom-Karzinom-Sequenz“ (Adenom – gutartig, Karzinom – bösartig). Deshalb ist die Vorsorge-Kolonoskopie zur frühen Erkennung und Entfernung solcher Polypen eine wesentliche Maßnahme, um die Entstehung von kolorektalen Karzinomen zu verhindern.

Dr. Schindl sitzt auf einem grauen Sessel und blickt freundlich in die Kamera.

Für Sie da – persönlich, erfahren, verlässlich.

Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
Mittwoch von 15:30 bis 20:00 Uhr nach Voranmeldung
Weitere Termine nach Vereinbarung.

Risikofaktoren für Darmkrebs

Die wichtigsten Risikofaktoren für die Erkrankung an Darmkrebs sind höheres Lebensalter und das Vorkommen von Dickdarmpolypen.

Icon, auf dem ein Haus, sowie eine Gruppe in einem Kreis zu sehen sind.

Familiäre Veranlagung und seltene genetische Syndrome

Icon, das den menschlichen Darmtrakt visualisiert.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa

Icon eines Getränkebechers mit einer Packung Pommes.

Ungesunde Ernährung mit viel Fett und Fleisch, wenig Ballaststoffen

Icon einer Person, die mit dem Handy in der Hand auf der Couch liegt.

Übermäßige Kalorienzufuhr, Übergewicht und Bewegungsmangel

Ein gesunder Lebensstil mit ballaststoffreicher Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum kann das Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich senken.

Früherkennung – Vorsorge rettet Leben

Darmkrebs entwickelt sich meist langsam und bleibt lange symptomlos. Treten Beschwerden wie Blut im Stuhl, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder Gewichtsverlust auf, ist die Erkrankung oft schon fortgeschritten.

Folgende Untersuchungen gehören in Österreich zur Darmkrebsvorsorge:

  • Stuhltest (FIT): ab 45 Jahren, alle 2 Jahre; bei positivem Ergebnis ist eine Koloskopie erforderlich
  • Koloskopie: ab 45 Jahren, bei unauffälligem Befund alle 10 Jahre

Bei familiärem Risiko (Verwandte 1. Grades mit Darmkrebs): erste Koloskopie 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des jüngsten betroffenen Angehörigen, spätestens mit 40 Jahren; weitere Intervalle individuell festlegen.

Im Rahmen dieses Vorsorgeprogrammes können Polypen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden noch bevor Krebs entsteht – daher Darmkrebsvorsorge ab dem 45. Lebensjahr.

Bei Blut im Stuhl, einem Wechsel zwischen Durchfall und Obstipation, ungewolltem Gewichtsverlust oder anhaltenden Bauchschmerzen sollte eine zeitnahe medizinische Abklärung erfolgen.

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Für Sie da – persönlich, erfahren, verlässlich.

Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
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Behandlung bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs

Wird Darmkrebs diagnostiziert, ist die Operation meist der zentrale Baustein der Therapie. Dabei wird das tumortragende Darmstück mit zugehörigen Lymphknoten entfernt und die gesunden Darmenden wieder miteinander verbunden (Anastomose). Der Eingriff erfolgt – wenn möglich – minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie).

Je nach Stadium und Risikoprofil ist zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie bzw. bei Mastdarmkrebs Strahlen‑ und Chemotherapie erforderlich. Die konkrete Planung erfolgt interdisziplinär im Tumorboard und wird im persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtert.

Vorübergehendes Stoma

In bestimmten Situationen ist ein zeitweiser künstlicher Darmausgang (Stoma) erforderlich, um die Heilung der Naht zu schützen. Er kann in einer zweiten, kleineren Operation wieder zurückverlegt werden

Nachsorge bei Darmkrebs

Die Nachsorge erkennt Rückfälle frühzeitig, begleitet die Erholung nach der Therapie und behandelt Spätfolgen. Die Intervalle richten sich nach Stadium und individuellem Risiko.

Typische Elemente der Nachsorge:

  • Ärztliches Gespräch und klinische Untersuchung
  • Tumormarker CEA im Blut
  • Koloskopie: 1 Jahr nach Operation, danach im Regelfall alle 3 Jahre (bei Auffälligkeiten früher) – bei Mastdarmkrebs zusätzlich Rektoskopie/Enddarmkontrollen im 1.–2. Jahr
  • Bildgebung: CT von Brust‑ und Bauchraum – anfangs in kürzeren Abständen, später jährlich

Empfohlene Nachsorge‑Intervalle

  • 1. Jahr: alle 3 Monate
  • 2.–3. Jahr: halbjährlich
  • 4.–5. Jahr: jährlich

Auch nach 5 Jahren ist eine jährliche Kontrolle sinnvoll – für langfristige Sicherheit.

Ihr Spezialist für Allgemeinchirurgie / Viszeralchirurgie in Wien

Als Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie mit langjähriger Erfahrung in Diagnose und chirurgischer Behandlung von Darmkrebs biete ich umfassende Diagnostik, eine individuell abgestimmte Behandlung und persönliche Betreuung – von der Abklärung bis zur Nachsorge.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Auf welche Symptome sollte man in Bezug auf Darmkrebs achten?

Bei Blut im Stuhl, einem Wechsel zwischen Durchfall und Obstipation, ungewolltem Gewichtsverlust oder anhaltenden Bauchschmerzen sollte eine zeitnahe medizinische Abklärung erfolgen.

Gibt es in Österreich eine Vorsorge für Darmkrebs?

Ja. Die Darmkrebsvorsorge sollte ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt werden.

Entweder Koloskopie alle 10 Jahre oder FIT‑Stuhltest alle 2 Jahre (bei positivem FIT → Koloskopie). Bei familiärem Risiko früher: erste Koloskopie 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des jüngsten Angehörigen, spätestens mit 40–45.

Kann ich persönlich das Risiko an Darmkrebs zu erkranken reduzieren?

Ja. Ein gesunder Lebensstil mit ballaststoffreicher Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum kann das Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich senken.

Wie läuft die Nachsorge nach einer OP wegen Darmkrebs ab?

Es werden periodische Untersuchungen durchgeführt – zunächst alle 3 Monate, später seltener. Dabei werden Blutwerte, Tumormarker und Bildgebung kontrolliert und ein persönliches Gespräch über Befinden und Symptome geführt. Zusätzlich erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Dickdarmspiegelung, eventuell ergänzt durch eine Kontrolle des Mastdarms.

Warum entscheiden mehrere Ärzte über meine Behandlung?

Die geplante Therapie wird interdisziplinär im Tumorboard mit Fachärzt:innen aus Chirurgie, Radiologie, Onkologie und weiteren Fächern nochmals besprochen, um die bestmögliche Behandlung sicherzustellen