Häufig gestellte Fragen in der Ordination

Thema Bauchspeicheldrüse

Ich habe seit Wochen Probleme mit der Verdauung, Schmerzen im Oberbauch und Körpergewicht verloren, muss ich diese Symptome abklären lassen?

Ja, unbedingt, weil es sich dabei um Warnsignale für das Vorliegen einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse handeln kann.

Ist Bauchspeicheldrüsenkrebs gefährlich?

Ja, Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine lebensbedrohende Erkrankung. Es ist deshalb wichtig diese so rasch wie möglich zu entdecken und zu behandeln.

Kann ich dem Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbeugen?

Es gibt wenige eindeutige Risikofaktoren für das Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Rauchen, Überernährung und vermehrter Alkoholkonsum sind Risikofaktoren für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Reduktion dieser Faktoren kann der Entstehung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse vorbeugen.

Weiters wirkt sich regelmäßige körperliche Bewegung positiv auf die Gesundheit aus.

Ist eine Zyste der Bauchspeicheldrüse gefährlich?

Der Ausdruck Bauchspeicheldrüsen-Zyste beschreibt das Vorhandensein eines oder mehrerer „mit Flüssigkeit gefüllter Hohlräume“ in der Bauchspeicheldrüse. Diese können harmlos sein, aber es gibt auch gefährliche Formen, bei denen es sich um Krebsvorstufen handelt. Deshalb ist es wichtig eine Zyste in der Bauchspeicheldrüse genau abzuklären, um eine verlässliche Diagnose zu stellen und eine dem Risiko angemessene Behandlung vorzunehmen. Das kann von Verlaufskontrolle bis Operation reichen.

In meiner Familie sind ein oder mehrere Verwandte an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Habe ich ein erhöhtes Risiko ebenfalls daran zu erkranken?

Ja. Falls mehr als zwei engste Verwandte, (Groß) Eltern und/oder Geschwister an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sind, spricht man von einem „vererbten (familiären) Pankreaskarzinom.“ Die anderen Familienmitglieder haben dabei ein erhöhtes Risiko ebenfalls an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken und sollten daher regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung machen. Geeignete Untersuchungen sind eine Kontrastmittel-verstärkte Magnetresonanztomographie (MRT) der Bauchspeicheldrüse, abwechselnd mit einer Endosonographie (EUS).

In einem Blutbefund sind die Bauchspeicheldrüsen Werte erhöht. Was hat das zu bedeuten?

Sind die Bauchspeicheldrüsen Werte, Amylase und Lipase, im Blut erhöht, bedeutet das, dass eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse vorliegt, die jedenfalls weiter abgeklärt werden muss. Die Zahlenwerte sagen nur bedingt etwas über das Ausmaß und Verlauf der Entzündung aus. Sind Amylase und / oder Lipase im Blut erhöht sollte jedenfalls die Bauchspeicheldrüse mit Ultraschall oder Computertomographie (CT) weiter untersucht werden. In manchen Situationen ist auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig.

Wann ist eine Operation an der Bauchspeicheldrüse notwendig?

Eine Operation ist bei bösartigen Tumoren / Bauchspeicheldrüsenkrebs notwendig, sofern die komplette (radikale) Entfernung der Erkrankung durch die Operation möglich ist.

Weiters bei Gewebeveränderungen in der Bauchspeicheldrüse, die ein Risiko für die Krebsentstehung haben, so genannten Krebsvorstufen, wie sie manche Bauchspeicheldrüsenzysten darstellen und bei akuten und chronischen Entzündungen im Verlauf einer medikamentösen oder interventionellen Behandlung, sofern keine deutliche Besserung eintritt.

Was wird bei einer Bauchspeicheldrüsen Operation wegen Pankreaskarzinom genau gemacht?

In Abhängigkeit der Lokalisation der Erkrankung wird der betroffene Abschnitt der Bauchspeicheldrüse entfernt. Sofern es den sogenannten Kopf der Bauchspeicheldrüse betrifft, wird nach der Entfernung (=Resektion) des betroffenen Anteils, der Abfluss der Sekrete von Bauchspeicheldrüse, Galle und Nahrung durch Verbindungen (=Anastomosen) mit dem Dünndarm wiederhergestellt (rekonstruiert). Sind Körper und / oder Schwanz der Bauchspeicheldrüse betroffen, erfolgt ebenfalls eine radikale Resektion unter Mitnahme der umgebenden Lymphknoten, allerdings ist dann keine Rekonstruktion notwendig, weil sämtliche Abflußgänge erhalten bleiben.

Kann man mit der Hälfte des Organs oder gar keiner Bauchspeicheldrüse leben?

Die Entfernung eines Teils der Bauchspeicheldrüse ist für das Weiterleben kein Problem. Sogar nach Entfernung des gesamten Organs kann man weiterleben, allerdings müssen die Aufgaben der Bauchspeicheldrüse, Verdauung von Nahrung und Regulation des Blutzuckers, medikamentös unterstützt bzw. komplett ersetzt werden. Der Ersatz von Verdauungsenzymen, die in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden, erfolgt durch die Einnahme von Enzym Kapseln zu den Mahlzeiten. Der Verlust von Insulin-bildenden Zellen kann durch diätologische Maßnahmen und wenn das nicht ausreichend ist, durch die Gabe von Insulin, behandelt werden.

Muss ich nach einer Bauchspeicheldrüsen Operation Diät halten?

Diät im Sinn von Kalorienreduktion ist nicht erforderlich. Aber es ist wichtig, dass Sie darauf achten was Sie essen und manche Lebensmittel, die Sie nicht vertragen weglassen oder wenig davon essen. Häufig werden blähende Nahrungsmittel, Bohnen, Linsen, oder manche Brotsorten nicht so gut vertragen. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein. Im Grunde dürfen Sie alles essen, solange Sie auf die Ausgewogenheit der Ernährung in Bezug auf Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate achten und die Menge der gegessenen Nahrung dem Kalorienbedarf entspricht. Besonders wichtig ist, dass Ihnen die Speisen schmecken und Sie (wieder) Freude beim Essen haben.

Thema Gallenblase

Was wird bei einer Gallenblasen Operation genau gemacht?

Der mit Abstand häufigste Grund für die Entfernung der Gallenblase sind Gallensteine, welche kolikartige Symptome bereiten und mit akuter oder chronischer Entzündung einhergehen können. Verursachen Gallensteine Symptome, sollte die operative Entfernung der Gallenblase geplant werden, weil die Gefahr von Komplikationen wie fortschreitender Entzündung oder Verschluss des Gallenweges besteht.

Bei der Operation wird die Gallenblase zusammen mit den darin befindlichen Steinen entfernt. Dies ist meist durch „Schlüsselloch Chirurgie“, d.h. in minimal-invasiver Technik mittels kleinen, 5-10mm breiten Öffnungen in der Bauchdecke möglich. Die Gallenblase hat eine Reservoir Funktion für die Galleflüssigkeit, die weiterhin in der Leber produziert wird und durch den Gallengang in den Zwölffingerdarm fließt, um dort die Verdauung der Nahrung zu unterstützen. Dieser Vorgang findet auch nach Entfernung der Gallenblase statt.

Muss ich nach einer Gallenblasen Operation Diät halten?

Nein, Sie können nach der Operation wieder normale Kost esse. Beschwerden nach dem Essen fettreicher Lebensmitteln, wie sie eventuell vor der Operation vorhanden waren, treten gewöhnlich nach der Operation nicht mehr auf, sofern Gallensteine die Ursache dafür waren. Achten Sie aber auf die Ausgewogenheit der Ernährung in Bezug auf Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate und darauf, dass die Mengen der einzelnen Mahlzeiten ihrem tatsächlichen Kalorienbedarf entsprechen.

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