Divertikulose

Divertikulose – eine typische Zivilisationskrankheit

Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten (Divertikulose). Oft bleibt eine Divertikulose lange unbemerkt. Sie wird als „Zivilisationskrankheit“ angesehen, da ihr Auftreten stark mit einer ballaststoffarmen Ernährung verbunden ist. Die Beschwerden können mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Zudem wirken einige Antibiotika gegen die zugrunde liegende Infektion im Bereich der Divertikel. Wenn die Beschwerden jedoch wiederholt oder besonders stark auftreten, ist oft eine Operation erforderlich.

Dr. Schindl sitzt auf einem grauen Sessel und blickt freundlich in die Kamera.

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Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
Mittwoch von 15:30 bis 20:00 Uhr nach Voranmeldung
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Wann eine Operation notwendig ist

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und Komplikationen wie abszedierende Entzündung, Perforation oder Blutung mehrmals auftreten, empfehle ich die chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts. Dabei werden die gesunden Darmenden wieder miteinander verbunden. Dank moderner minimal-invasiver Techniken (Laparoskopie) ist der Eingriff heute besonders schonend. Vor jeder Operation ist eine gründliche Diagnostik notwendig – meist mittels Koloskopie oder Computertomographie (CT). Eine Koloskopie kann jedoch erst nach Abklingen der Entzündung durchgeführt werden. Diese Untersuchungen helfen, andere Ursachen auszuschließen und die genaue Ausdehnung der Divertikel festzustellen.

Ernährung und Lebensstil bei Divertikulose

Ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkorn), reichliche Flüssigkeitsaufnahme und körperliche Bewegung verhindern Verstopfung, die Hauptursache von Divertikulose.

Einmal entstandene Divertikel bilden sich zwar nicht zurück, doch durch einen gesunden Lebensstil lässt sich das Risiko für Schmerzen oder eine Entzündung der Divertikel (Divertikulitis) deutlich verringern. Ziel ist es, einen weichen, regelmäßigen Stuhlgang zu erreichen, ohne Druckbelastung.

Komplikationen bei Divertikulose

Komplikationen von Divertikulose treten in Form von Entzündungen (Divertikulitis), Blutungen und Perforation mit Abszessbildung auf.

Eine Divertikulitis kann aufgrund einer zeitweisen Verstopfung durch Stuhlknollen entstehen. Es bilden sich Kotsteine, die die Darmwand in den Divertikeln reizen und in Verbindung mit Bakterien zur Entzündung führen.

Bei fortschreitender Entzündung kann ein Abszess oder ein Loch in der Darmwand, eine Perforation, auftreten. Am Boden der Divertikel verlaufen Gefäße, welche durch die Entzündung angegriffen werden. Es kann zu einer Divertikelblutung kommen. Besonders bei Patient:innen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, treten im Rahmen einer Divertikulitis Blutungen auf.

Ihr Spezialist für Allgemeinchirurgie / Viszeralchirurgie in Wien

Als Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie mit langjähriger Erfahrung in Diagnose und Operationen bei komplizierter Divertikelerkrankung biete ich eine umfassende Diagnostik, individuell abgestimmte Behandlung und persönliche Betreuung – von der Abklärung bis zur Nachsorge.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ich leide seit Jahren unter Divertikel und Verstopfung, ist eine Operation unbedingt notwendig?

Nein, eine Operation ist bei Divertikulose nur dann erforderlich, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und Komplikationen wie abszedierende Entzündung, Perforation oder Blutung mehrmals auftreten.