Zentralvenöser Verweilkatheter
Bedeutung und Einsatz eines Port-a-Cath
Ein zentralvenöser Verweilkatheter (Port-a-Cath) dient als „geschützter“ Zugang zum Venensystem des Körpers, über den Medikamente (Chemotherapeutika), Flüssigkeit oder Nährlösungen intravenös verabreicht werden können.
Ein Port-a-Cath-System ist notwendig, wenn Sie regelmäßig intravenöse Therapie erhalten, die entweder aufgrund der Zusammensetzung nicht über die kleinen Venen des Armes verabreicht werden darf oder aufgrund der Venensituation nicht verabreicht werden kann.

Für Sie da – persönlich, erfahren, verlässlich.
Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
Mittwoch von 15:30 bis 20:00 Uhr nach Voranmeldung
Weitere Termine nach Vereinbarung.
Implantation und Entfernung
Das Port-a-Cath-System wird unter absolut sterilen Bedingungen unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt. Dabei wird der Katheterschlauch in die Vene eingebracht, anschließend mit der Kammer des Port Systems verbunden und schließlich die Kammer selbst am Bindegewebe des Brustmuskels, unter der Haut fixiert. Bei schlanken Patient:innen ist lediglich eine kleine Vorwölbung sichtbar, während es bei kräftigerem Körperbau von außen kaum erkennbar ist.
Die Implantation erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie), häufig ergänzt durch eine Sedierung („Schlafspritze“), sodass der Eingriff schmerzarm und stressfrei ist.
Wird das Port-System nicht mehr benötigt, kann es in einem kurzen ambulanten Eingriff wieder entfernt werden.
Wichtig: Vor dem Eingriff sollten Sie ab 6 Stunden davor nüchtern bleiben (wegen der Sedierung). Medikamente können mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.
Am Tag der Operation dürfen Sie kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen.

Treten mit einem implantierten Port-a-Cath-System Fieber, Schüttelfrost und allgemeines Krankheitsgefühl auf, liegt eventuell eine Infektion des Systems vor. Dies sollte in einem Krankenhaus weiter abgeklärt werden.
Umgang mit dem Port-a-Cath
Der sichere Umgang mit einem Port-System erfordert medizinische Fachkenntnis. Punktionen und Spülungen dürfen ausschließlich von geschultem medizinischem Fachpersonal mit speziellen Nadeln erfolgen und immer unter sterilen Bedingungen.
Regelmäßige Spülungen mit physiologischer Kochsalzlösung verhindern, dass es zu einem Verschluss oder Funktionsverlust kommt. Auch wenn das System längere Zeit nicht verwendet wird, sollte es etwa einmal pro Monat gespült werden, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.
Blutabnahmen über den Port sind nicht zu empfehlen, da dies die Gefahr birgt, dass Blutreste im Schlauch zurückbleiben und den Katheter verstopfen. Eine Ausnahme bilden onkologische Spezial-Settings, in denen nach gültigen Klinikstandards über den Port abgenommen wird.

Ihr Spezialist für Allgemeinchirurgie / Viszeralchirurgie in Wien
Als Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie mit langjähriger Erfahrung bei der Implantation, Betreuung und Entfernung von zentralvenösen Verweilkathetern (Port-a-Cath) biete ich eine umfassende Diagnostik, individuell abgestimmte Behandlung und persönliche Betreuung – von der Abklärung bis zur Nachsorge.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wird ein Port-a-Cath eingesetzt – brauche ich eine Vollnarkose?
In den meisten Fällen wird die Portimplantation in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt – gegebenenfalls mit Sedierung. Der Eingriff ist kurz, schmerzarm und gut verträglich.
Muss ich vor der Operation meine blutverdünnenden Medikamente pausieren?
Ja, aber die genaue Vorgehensweise hängt von den einzelnen Medikamenten ab. Bitte teilen Sie mir diese mit – ich kläre ab, ob und wie sie vor einer Operation angepasst werden müssen.

